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Abhilfe bei Inkontinenz

„Der Beckenboden ist das Kraftzentrum unseres Körpers“, mit diesen Worten begrüßte Michael Deitenbach, Leiter der Physikalischen Medizin am Klinikum Lüdenscheid, die Besucher des diesjährigen Beckenbodentages am 27. September.

In der Kapelle des Klinikums Lüdenscheid gaben Experten der unterschiedlichsten Fachdisziplinen wertvolle Informationen rund um das Thema Beckenboden und Inkontinenz an die interessierten Zuhörer weiter.

Denn für den Patienten die bestmögliche Therapie- und Behandlungsmöglichkeit zu finden, dafür ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen, Proktologen, Urologen und Physiotherapeuten nötig.

Doch was hat eigentlich der Beckenboden mit einer Inkontinenz zu tun? Und welche Behandlungsmöglichkeiten stehen Betroffenen zur Verfügung? Fragen über Fragen. Und davon hatten die mutigen Besucher an diesem Tag viele mitgebracht. Zur Freude der Referenten, die sich gerne die Zeit für einen regen Austausch nahmen.

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Der Beckenboden ist das Kraftzentrum unseres Körpers

Oft dreht sich alles um eine gesunde und trainierte Rückenmuskulatur – gut und richtig! „Doch auch der Beckenboden möchte trainiert sein“, betonte Michael Deitenbach in seinen Begrüßungsworten. Tagtäglich stützt er die inneren Bauchorgane, kontrolliert die Schließmuskeln von Blase und Darm und ermöglicht einen aufrechten Gang.

Der Beckenboden leistet eine unerlässliche Funktion für den menschlichen Körper – oft wird ihm leider keinerlei Beachtung geschenkt. Körperliche Überlastungen, Geburten oder Übergewicht können den Beckenboden schwächen und der Grund für eine aufkommende Inkontinenz sein.

„Eine Operation kann helfen, ist aber gar nicht immer nötig“, erklärte Dr. Manfred Hilscher, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Lüdenscheid, in seinem Vortrag zum Thema „Operative und konservative Behandlungsmöglichkeiten bei Senkungs- und Inkontinenzerkrankungen“.

Neben den Aufgaben und der Funktion des Beckenbodens erklärte der Mediziner ganz anschaulich die Gründe für eine Beckenbodensenkung, wie sich diese äußern kann und welche Behandlungsmethoden dem Betroffenen zur Auswahl stehen.

Viele Patienten die den Weg in die Klinik von Prof. Dr. Stefan Hautmann, Direktor der Klinik für Urologie am Klinikum Lüdenscheid, suchen, leiden an einer Inkontinenz in Folge eines Blasen – oder Prostatakrebses. Auch für diese Patienten hat Prof. Dr. Hautmann eine gute Lösung: die Neoblase.

Aus dem körpereigenen Dünndarm wird eine neue Blase angelegt. „Das ist ein recht aufwändiger operativer Eingriff, für den viel Erfahrung nötig ist“, betonte Prof. Hautmann. In weiteren Vorträgen erläuterte Physiotherapeutin Beate Müller-Rhode die Lage des Beckenbodens im Körper und wie der Beckenboden im Zusammenhang mit dem Rücken steht. Über die Möglichkeiten zur Heilmittelverordnung von Ärzten im Krankenhaus referierte Barbara Lupa in einem abschließenden Vortrag.

Foto / Quelle: Märkische Kliniken GmbH

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