Panini-Sticker-Kult erlebt Boom ohne Ende

Panini Sticker

Am kommenden Montag startet in Deutschland und Österreich der offizielle Verkauf der Panini-Sticker zur FIFA WM 2010 in Südafrika. Damit geben sich wieder Millionen von Kindern aber auch Erwachsenen der Sammelleidenschaft hin und versuchen, die 640 Sticker für das WM-Album möglichst schnell zusammenzubekommen.

Was 1945 mit einem kleinen Zeitungsstand im norditalienischen Modena begann, ist im Lauf der Jahrzehnte zum weltweit größten Produzenten von Stickern und Aufklebern geworden.

Erfolgsunternehmen als Familiengeschichte

Die Entwicklung des italienischen Unternehmens Panini ist aber nicht nur eine Erfolgs-, sondern auch eine Familiengeschichte. Bruno Bolchi war die Nummer eins, zumindest in der Panini-Historie. Schließlich zierte der Mittelfeldspieler und Kapitän von Inter Mailand 1961 den ersten Panini-Sticker.

Bis heute finden sich die Konterfeis von tausenden Fußballern auf den legendären Klebebildern wieder, unter ihnen Weltstars wie Maradona oder Cristiano Ronaldo, aber auch fast vergessene Spieler wie Herbert Heidenreich oder die „bergische Eiche“ Dirk Hupe.

Die Weltmeisterschaft 2006 bescherte Panini einen Rekordumsatz von 100 Mio. Euro in Deutschland und einer Mrd. Dollar weltweit. Durchschnittlich besaß damals jeder deutsche Bundesbürger zehn Sticker. 2010 möchte das Unternehmen an diese Erfolge anknüpfen.

Vor dem offiziellen Verkaufsstart am 26. April wurden im Werk Modena täglich acht Mio. Stickertüten produziert und während der WM-Zeit werden täglich 40 Mio. Einzelbilder in die ganze Welt versendet. In den vergangenen 40 Jahren sind insgesamt bereits 20 Mrd. Sticker hergestellt worden.

Sammelleidenschaft beflügelt Online-Tauschbörsen

Die Sammelleidenschaft hat auch dazu geführt, dass Online-Portale wie etwa 90minuten an diesem Erfolg teilhaben können. Über eine Gratis-Online-Tauschbörse tauschen zehntausende Sammler ihre fehlenden Sticker. „Eigentlich haben wir die Tauschbörse im Jahr 2006 nur für unsere Freunde ins Leben gerufen. Innerhalb von wenigen Tagen hatten wir dann bereits über tausend eifrige Sammler auf unserem Portal. Mittlerweile tauschen zehntausende Panini-Fans ihre fehlenden Sticker“, so 90minuten-Mitgründer Werner Koberg im pressetext-Interview. Um den Sammlern noch komfortabler zu ihrem „Glück“ zu verhelfen, wurde das Portal mit einigen neuen Features einem Relaunch unterzogen.

Zu den Panini-Sammlern zählen laut Koberg entgegen der üblichen Volksmeinung nicht nur Kinder. „Vor allem zu Großereignissen wie WM oder Euro finden sich unter den Panini-Sammlern Kinder und Erwachsene, Schüler oder Generaldirektoren – es zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten“, so Koberg im Gespräch mit pressetext.

Um den Tausch der Sticker möglichst einfach zu gestalten, hat das Portal die Funktion „Stickermatch“ eingeführt. „Nachdem der User sein Panini-Profil angelegt hat, sucht das System automatisch jene User, die das beste Tauschverhältnis vorweisen. So hat noch jeder User hier auf 90minuten sein Album vollbekommen“, so Koberg abschließend.

Foto: Panini Verlag

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