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Lieblingsstücke 2014 – Schätze für Seele und Lebensraum

Frühlingszeit ist Lieblingsstückezeit! Auch in diesem Jahr öffnen die Lieblingsstücke der Gruppe Angewandte Kunst Köln (Akk) wieder pünktlich zum Frühjahrsanfang im Kölner Kunsthaus Rhenania ihre Pforten. Ob handgeschmiedeter Unikatschmuck, Modedesign und Abendcouture, handrahmengenähte Schuhe, Skulpturen aus Holz, handgeschliffene Glasgefäße, feines Schreibgerät oder Kunstkeramik.

Vom 21.-23. März 2014 präsentieren 28 ausgewählte angewandte Künstler, Kunsthandwerker und Designer alles, was den individuellen Lebensstil bereichert. Beim Shoppen können die Besucher nicht nur in einer Vielfalt an Farben, Formen und Materialien schwelgen, sondern sich in Gesprächen mit den Ausstellern auch über die teilweise jahrhundertealten Handwerkstechniken informieren, in denen ebenso aktuelle Trends wie Upcycling Ausdruck finden.

Carmen Comanns: Rosa Pumps mit Filzstulpe
Carmen Comanns: Rosa Pumps mit Filzstulpe

Was könnte zum Frühlingsbeginn schöner sein, als sich mit neuen Lieblingsstücken zu verwöhnen? Fündig werden können Jäger und Sammler kleiner und großer Schätze auf dem Unikatmarkt der Arbeitsgemeinschaft Angewandte Kunst Köln, der vom 21. – 23. März 2014 meisterlich hergestellte Arbeiten von 28 ausgewählten angewandten Künstlern, Designern und Kunsthandwerkern zeigt, darunter auch fünf Talente der Aachener Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg.

Den Besuchern bietet sich in der Ausstellungshalle des Kölner Kunsthauses Rhenania eine große Palette an handgefertigten Einzelstücken und Kleinstserien, vor allem handgeschmiedeter individueller Schmuck in Gold und Silber mit seltenen Edelsteinen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Lieblingsstücke 2014 ist der Bereich Textil. Damenschneiderin Claudia Heller aus dem Belgischen Viertel zum Beispiel beglückt Frauen mit feminin körperbetonter Couture aus handverlesenen Materialien in leuchtenden Farben mit raffinierten Details, während Handweber Christoph Erhardt heimisches Angora zu weichen Schals und Ponchos verwebt. Transparenz und Dichte sind das zentrale Thema seiner Arbeiten.

Jahrhundertealte Handwerkstechniken treffen auf neueste Trends
Gleichermaßen Schmuck, Kunst und Wellness für den Fuß sind die handrahmengenähten Schuhe von Carmen Comanns und ihrer Schuhmanufaktur ‚La Cordonnière‘, für die sie größtenteils pflanzlich gegerbte Leder verwendet. „ Bei der Technik der handrahmengenähten Schuhe hat sich seit dem Mittelalter nichts geändert“, stellt die Orthopädie-Schuhmacherin aus dem Selfkant fest.

„In einem Handwerksberufe beschreibenden Buch von 1576 steht alles genauso beschrieben, wie man es heute noch macht.“ Nachwuchstextildesigner Hannes Fleckstein von Gut Rosenberg nutzt eine andere jahrhundertealte Handwerkstechnik für eine besondere Form des Upcyclings: Seine neue Modekollektion besteht aus gebrauchten T-Shirts, denen er mit Blauholz- und Indigopigmenten überraschende und eigensinnige Effekte verleiht und ein neues Leben einhaucht.

Im Spätmittelalter nutzte man Blauholz und Indigo zum Färben von Mönchskutten. Gegenstände der Jetztzeit finden sich im Schmuck der Berliner Goldschmiedin Marion Heilig wieder. Sie verarbeitet Telefonkarten in ihren Ringen aus Silber und formt Blechdosen mit ansprechendem Dekor zu witzig-eleganten Colliers.

Plattform für Information und Kommunikation
„Wir Kunsthandwerker haben in den vergangenen Monaten an Werkbänken, Nähmaschinen, Töpferscheiben und Goldschmiedetischen mit unserem Werkmaterial experimentiert, um den Lieblingsstücke-Besuchern auch in diesem Jahr wieder eine Fülle an kreativen und innovativen Arbeiten zu zeigen“, freut sich AKK-Vorstand Stephan Aißlinger.

„Unsere Kunden haben ein großes Informationsbedürfnis über Herstellungsprozesse, Materialien und ihre Herkunft. Es ist die große Stärke unserer Arbeitsweise, dass wir als Produzenten Rede und Antwort stehen können.“ Wer weiterführende Beratung benötigt oder Sonderanfertigungen wünscht, dem rät Aißlinger zu einem anschließenden Werkstattbesuch.

Er selbst produziert seine farbenfrohe Keramik, wie z.B. große Tische für Haus und Garten, im Kölner Stadtteil Weidenpesch. AKK-Neumitglied und Keramikerkollege Frank Schillo ist seit kurzem in Neu-Ehrenfeld beheimatet, wo er seine groß- und kleinformatigen Gefäße und Objekte in einem der Werkstatt angeschlossenen Laden zeigt.

Mooreiche trifft auf Kettensäge
Mit insgesamt drei Ausstellern ist der Bereich Holz auf den Lieblingsstücken 2014 vertreten. Der in Colditz nahe Leipzig lebende Drechsler Ekkehard Körber birgt für seine per Hand gedrechselten Schalen und Dosen Mooreichen an der Elbe, die beim Ausbaggern der Fahrrinne an Land geholt werden. Das älteste Stück, das er bisher verarbeitet hat, war 7163 Jahre alt, wie das Deutsche Archäologische Institut feststellte.

Der Künstler Werner Platz aus Bergisch Gladbach verarbeitet Mooreiche, Bergfichte und Bruyèreholz zu exquisiten Schreibgeräten wie Tintenroller, Füllfederhalter und Kugelschreiber, die er in limitierter Auflage per Hand anfertigt. „Der Säufer“, „verträumt“ oder „Generationen“ nennt der junge Holzbildhauer Michael von Stosch von Gut Rosenberg seine Skulpturen. Sein Arbeitsgerät ist die Kettensäge, mit der er oft überraschend feine und präzise Schnitte tätigt.

Alle Aussteller sind während der drei Markttage anwesend. Für Besucher ist der Eintritt frei. Freitag und Samstag ist der Lieblingsstücke-Markt bis 20.00 Uhr geöffnet.

Teilnehmer:
AKK: Stephan Aißlinger (Keramik), Helga Becker (Textil), Katrin Brusius (Schmuck), Barbara Clemens (Textil + Leder), Christoph Erhardt (Textil), Elisabeth Fischer (Keramik), Isolde B. Glenz (Textil), Ines Hasenberg (Keramik), Christian Heyden (Schmuck), Enno Jäkel (Keramik), Annette Kreutter (Schmuck), Martina Kuth (Schmuck), Frank Schillo (Keramik), Bettina Schön (Schmuck), Elke Weiler (Textil), Monika Wellens-Koch (Schmuck)

Gäste: Carmen Comanns (Leder), Claudia Heller (Textil), Marion Heilig/Joachim Dombrowski (Schmuck), Ekkehard Körber (Holz), Beate Kuchs (Glas), Werner Platz (Gerät)

Gut Rosenberg: Lea Diehl + Anna Hamacher (Textil /Papier/Malerei), Hannes Fleckstein (Textil), Hannah Loibl (Papier), Michael von Stosch (Holz)

Angewandte Kunst Köln: Lieblingsstücke 2014 – Schätze für Seele und Lebensraum
21. – 23. März 2014
Kunsthaus Rhenania
Ausstellungshalle
Bayenstraße 28, 50678 Köln

Öffnungszeiten:
Freitag, 21. März 2014, 16–20 Uhr
Samstag, 22. März 2014, 11–20 Uhr
Sonntag, 23. März 2014, 11–18 Uhr

Foto / Quelle: www.angewandte-kunst-koeln.de, www.artsadmin.de

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