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Reisetrend Deutschland ungebrochen: Unterwegs an der Hauptwasserscheide Europas im Fichtelgebirge

Der erste fließt nach Norden, der zweite nach Süden, der dritte nach Osten und der vierte nach Westen – das Fichtelgebirge ist eine europäische Wasserscheide, von der die vier Flüsse Sächsische Saale, Fichtelnaab, Eger und Weißer Main ihre Wasser in alle vier Himmelsrichtungen aussenden.

Neben diesen vier Hauptquellen entspringen in der Region zahlreiche kleine Quellen, die es per pedes oder mit dem Fahrrad zu entdecken gilt. Denn das wald- und gesteinsreiche Fichtelgebirge zeichnet sich nicht nur durch das hohe Granit-Vorkommen, sondern auch durch seine über 1.200 kartierten Quellen aus.

Radeln und Wandern „mit dem Strom“
Auf speziellen Themenwegen geht es für Aktive entlang der vier Hauptquellen Sächsische Saale, Eger, Weißer Main und Fichtelnaab, die unter anderem wichtige Zubringer für bedeutende deutsche Flüsse wie Elbe, Donau und Main sind. Der Fichtelnaab Radweg beginnt am Ursprung des Flusses in den Höhen des Fichtelgebirges bei Fichtelberg.

Auf 56 Kilometern führt er über interessante Ortschaften in der Oberpfalz – wie beispielsweise Brand, dem Geburtsort des Komponisten Max Reger – und durch die Felsenwelt des Naturparks Steinwald sowie das malerische Waldnaabtal im Oberpfälzer Wald bis zum GEO-Zentrum in Windischeschenbach.

Quellenreiches Fichtelgebirge -
Schöne Aussicht im quellenreichen Fichtelgebirge  (c) pixabay

Radweg an Radweg
Die Weißmainquelle entspringt in Bischofsgrün – hier startet der Mainradweg, auf dem es meist talabwärts vorbei an romantischem Fachwerk in Bad Berneck und markgräflichem Prunk in Kulmbach geht. Der Eger-Radweg, der 2019 komplett neu konzipiert wird, eignet sich dank seiner geringen Steigungen vor allem gut für Familien.

An der Egerquelle beginnend, legen kleine und große Wasserfans bei passender Wetterlage eine Bade-Pause am Weißenstädter See ein, bevor sie ihre Tour bis nach Hohenberg an der Eger fortsetzen. Der über 400 Kilometer lange und teils anspruchsvolle Saale-Radweg beginnt ebenfalls im Fichtelgebirge und führt auf einer sehr abwechslungsreichen Route von der Saalequelle bei Zell über Jena und Naumburg bis nach Barby an der Elbe.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, entscheidet sich für den 51 Kilometer langen Quellenweg, der die Ursprünge der vier Hauptflüsse miteinander verbindet. Dabei überschreiten die Wanderer die Hauptwasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer.

Dem Wasser auf den Grund gehen im Heilbad und beim Brunnenfest
Die Bedeutung des Elements Wasser erleben Besucher im Fichtelgebirge mit allen Sinnen. So gibt es neben den Rad- und Wanderwegen viele weitere Möglichkeiten, dem Wasser wortwörtlich auf den Grund zu gehen.

Im Alexbad in Bad Alexandersbad spüren Badegäste die Kraft des Heilwassers aus der Luisenquelle. Auch die Becken des Siebenquell GesundZeitResort® in Weißenstadt werden mit fluoridhaltigem Schwefel-Thermalwasser aus über 1.800 Metern Tiefe gespeist.

Ein Wasserfest der besonderen Art findet jährlich in der „Stadt der Brunnen“ – Wunsiedel – am Wochenende vor dem Johannistag am 24. Juni statt. Beim Brunnenfest werden nach alter Tradition in der Festspielstadt rund 35 Brunnen in liebevoller Kleinarbeit mit Blumen, Lämpchen und Kerzen geschmückt.

Bei Einbruch der Dunkelheit ziehen Musikanten singenderweise von einem Brunnen zum anderen. Dank seiner Einzigartigkeit wurde das Wunsiedler Brunnenfest von der Deutschen UNESCO Kommission in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Über die Urlaubsregion Fichtelgebirge
Die Ferienregion Fichtelgebirge liegt in Oberfranken/Nordbayern und reicht von Bayreuth im Westen bis zur tschechischen Grenze im Osten, im Norden bis nach Hof und im Süden bis nach Waldsassen in die nördliche Oberpfalz.

Das wald- und gesteinsreiche Fichtelgebirge erhebt sich hufeisenförmig auf bis zu 1.000 Meter und gilt als eine der schneesichersten Landschaften Deutschlands.

Der Ochsenkopf lockt ganzjährig Urlauber in das beliebte Natur- und Aktivgebiet. Entlang des Fränkischen Gebirgswanderwegs sowie dem Mainradweg erstreckt sich die unberührte Natur und Felsenlandschaft des Geoparks Bayern-Böhmen.

Kulturliebhabern ist die Region insbesondere durch die jährlich stattfindenden Wagner- und Luisenburg-Festspiele bekannt. Genussreisende werden verwöhnt mit lokalen Speisen wie Sauerbraten mit Lebkuchensoße oder mit Kräuterspezialitäten von den Partnern des „Essbaren Fichtelgebirges“.

Entlang der Porzellanstraße geben renommierte Hersteller wie Rosenthal und Hutschenreuther sowie das staatliche Museum für Porzellan, das „Porzellanikon“, Einblicke in die lange Tradition der Porzellanherstellung und bieten hochwertiges Porzellan im Direktverkauf.

Foto / Quelle: (c) pixabay / www.fichtelgebirge.bayern

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