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Migräne mit Biofeedback behandeln

Migräne bedeutet für die Betroffenen meist jahrelange Qualen und eine Minderung der Lebensqualität, die Nichtbetroffene kaum nachvollziehen können.

Wer kennt die Situation nicht – Wochenende und / oder ein bevorstehendes Ereignis, auf das man sich besonders freut und dabei in Ruhe entspannen will?

Und dann? – Wie aus heiterem Himmel plötzlich auftredende anfallsartige, bohrende Kopfschmerzen, die in Kombination mit den Begleiterscheiningen nicht selten zu einem tagelangen „Totalausfall“ führen.

Die eingenommenen Medikamente helfen häufig nicht oder führen – durch dauerhafte Gewöhnung – sogar zu einer Verschlimmerung der Beschwerden. Das Ergebnis: Alle feiern bzw. genießen das geplante Ereignis und Sie selbst liegen „flach“.

Die oft jahrelangen negativen Erfahrungen mit den ungezählten alternativen Behandlungsangeboten, führen bei sehr vielen Betroffenen zur Aufgabe bzw. stetig wachsendem Misstrauen, wenn wieder etwas Neues angeboten wird.

Migräneanfall
Migräneanfall

Biofeedback ist zwar nichts Neues, da schon seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts entsprechende Forschungen betrieben werden, aber erst seit einigen Jahren wird es immer häufiger als eine tatsächlich wirksame Behandlungsmethode u. a. bei chronischen Schmerzen und Migräne propagiert.

Was aber ist Biofeedback?
Biofeedback ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren der Verhaltenstherapie, mit dessen Hilfe normalerweise unbewusst ablaufende körperliche Prozesse durch Rückmeldung (Feedback) wahrnehmbar gemacht werden. Mit Hilfe eines Messsystems werden diese Prozesse per Monitor sichtbar und können mit Computerunterstützung trainiert werden.

Somit kann der Betroffene erkennen, dass schon kleinste mentale Veränderungen Auswirkungen auf seinen Körper haben. Im Lauf der Behandlung lernt er, Körpervorgänge bewusst und willentlich zu beeinflussen und kann so seine Heilung vorantreiben bzw. eine Linderung der Schmerzen erreichen.

Soweit also die Theorie – aber was steckt denn nun hinter dieser doch recht „trockenen“ Beschreibung? Schauen wir uns zur besseren Verdeutlichung einmal eine Sitzung zur Behandlung von Migräne an.

Klassischer Weise werden während der Behandlung die Schläfenarterien – genauer gesagt, die sie ummantelnden Muskeln – trainiert, um deren schlagartiger Entspannung entgegen zu wirken.

Diese gezielt und bewusst eingesetzte Engstellung bzw. Entspannung gibt den Betroffenen ein medikamentenfreies Mittel an die Hand, welches sie im Falle eines beginnenden Anfalls oder zwischen den Anfällen selbst anwenden können, um eine Linderung zu erreichen.

Zum Training wird mittels eines Stirnbandes ein Lichtsensor über der Schläfenarterie angebracht, der den Blutdurchfluss misst. Auf dem angeschlossenen Monitor wird ein roter Kreis angezeigt, der die Schläfenarterie repräsentiert und dessen Größe und Umfang entsprechend der gemessenen Blutmenge variiert.

Im Rahmen der Sitzung verändert der Sitzungsteilnehmer Größe und Umfang des Kreises mittels der ihm gestellten Aufgaben. Das Gehirn merkt sich dabei die zum Erfolg führenden Aktionen und wendet diese immer wieder an, so dass – wie beim Sport – ein Trainingseffekt entsteht und die Muskeln stärkt.

Meist verspüren die Teilnehmer schon nach wenigen Sitzungen eine gewisse Linderung. Im Laufe des Trainings werden in zunehmendem Maße auch Übungen eingebaut, die nicht computergestützt sind, so dass das Training später auch im Alltag durchgeführt werden kann.

Und somit schließt sich der Kreis zum Beginn dieses Berichtes – statt eines „Totalausfalles“ haben Sie es nun selbst in der Hand, die Anfälle zu vermeiden, deren Häufigkeit bzw. deren Stärke zu verringern.

Wir denken, das ist eine lohnende Alternative! Nähere Informationen finden Sie jederzeit unter einfachNurBusch.de

Foto / Quelle: Image courtesy of stockimages at FreeDigitalPhotos.net, Jennifer Busch, einfachnurBusch.de

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