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Der 9. Februar 2019 ist der medizinische „Tag der Zahnschmerzen“

Der internationale, medizinische „Tag der Zahnschmerzen“, der jährlich auf den 9. Februar fällt, hat tatsächlich einen Bezug zur Mythologie. Denn der 9. Februar ist ebenfalls der Todestag der heiligen Apollonia, die als Schutzheilige der Zahnärzte und Beschützerin vor Zahnschmerzen gilt.

Woher kommen die Schmerzen?
Fast alle kennen das unangenehme Gefühl von Schmerzen in Zähnen, Zahnfleisch oder Kieferknochen. Bei Nacht können sich diese durch das Hinlegen noch verstärken, ebenso beim Essen bzw. Trinken von heißen sowie kalten Nahrungsmitteln oder bei Kaubelastung an der schmerzhaften Stelle.

Treten die Schmerzen beim Essen auf, können sie Symptome einer Überreaktion auf Kaltes, Süßes oder Saures sein. Die Ursache für diese Überempfindlichkeit sind oft freiliegende Zahnhälse: Aufgrund unzureichender Mundhygiene und Bakterienbefall kann es zu einer Entzündung des Zahnhalteapparats kommen, die so genannte Parodontitis. Dabei zieht sich das Zahnfleisch zurück, was zu schmerzempfindlichen Zahnhälsen führt.

Typisch hierfür sind Schmerzen und Bluten beim Zähneputzen. Wenn man auf etwas sehr Hartes beißt, kann es auch zu Mikrorissen im Zahn kommen – die Schmerzen sind dann stechend und akut. Auch Nebenhöhlenentzündungen, Ohrinfektionen oder Zähneknirschen können Ursachen für Zahnschmerzen sein.

Zahnschmerzen kennt wohl jeder
Sehr unangenehm: Zahnschmerzen kennt wohl jeder

Die häufigste Ursache für Zahnschmerzen ist jedoch Karies. Dabei haben sich Bakterien durch den Zahnschmelz gefressen, es entstehen „Löcher“, durch die weitere Bakterien oder Speisereste bis ins Mark vordringen können. Wenn dies zu spät oder gar nicht behandelt wird, breiten sich die Bakterien bis zum Nerv aus und es kommt zu einer Zahnwurzelentzündung, die noch schmerzhafter ist.

Die Komplikation dieser kann wiederum ein Abszess sein – dabei breitet sich die Zahnwurzelentzündung auf das umliegende Gewebe und den Kieferknochen aus und bildet dort Eiter. Symptome hierfür sind sehr starke, heiße Schwellungen und anhaltende Zahnschmerzen.

Au Backe – was tun?
Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen und vor allem der Risiken für Zahnwurzelentzündungen oder Abszesse geht bei andauernden Zahnschmerzen kein Weg am Besuch der Zahnarztpraxis vorbei.

Sollten die Schmerzen am Wochenende beginnen, kann mit folgenden Tipps für ein paar Stunden Abhilfe geschaffen werden:

Kälte von innen & außen: Von außen kann man Kühlpads auf die Backe legen und von innen Eiswürfel lutschen. So werden die Nerven betäubt und der Schmerz gelindert

Akupressur: Der beste Meridian-Punkt der Traditionellen Chinesischen Medizin gegen Zahnschmerzen ist „Dickdarm“ 4. Diesen kann man sich sehr gut selbst akupressieren: Wenn man Daumen und Zeigfinger zusammenpresst, bildet sich eine Falte.

Der Punkt liegt am unteren Ende, an der dicksten Stelle auf der Zeigefingerseite der Falte. Mit dem Daumen der anderen Hand eine Minute lang kräftig massieren. Dann die Seite wechseln.

Anwendungen mit Tee: Entzündungshemmende Kräutertees wie Kamille und Salbei können getrunken oder zum Spülen verwendet werden

Schmerzmittel: Von Präparaten mit ASS (Acetylsalicylsäure) wird bei Zahnschmerzen abgeraten. Lieber sollten Patienten zu Paracetamol oder entzündungshemmendem Ibuprofen greifen. Allerdings auch nicht zu lange in Eigenregie Schmerzmittel einnehmen, sondern nur so lange, bis die Zahnarztpraxis wieder geöffnet hat.

Foto / Quelle: Fotoquelle: Sensodyne / medicalpress.de

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