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Top-Destination in Italien: Geht Venedig unter?

Venedig soll bunter und fröhlicher werden. Das hat sich Ute Mathews-Werk fest vorgenommen. Die Stadt in der Lagune, der ständig der Untergang vorausgesagt wird, ist lebens- und liebenswert. Aber Venedig ist auch geplagt vom Massentourismus, von Kreuzfahrtschiffen, von Tagesgästen, die kaum Geld in der Stadt lassen, von einer Übernahme durch die Asiaten.

Die Venezianer haben alles mit stoischer Ruhe ertragen. Dass täglich ca. 130.000 Gäste in die Stadt kommen, die engen Gassen verstopfen. Dass die Kreuzfahrtschiffe seit Jahren aus der Stadt verbannt werden sollen, aber immer noch durch den Guidecca-Kanal fahren dürfen und in diesem Jahr schon zwei Unfälle verursacht haben.

Es wird enger in Venedig
Dass kein Wohnraum mehr zu finden ist, weil freie Wohnungen unter der Hand oder auch ganz öffentlich bei Airbnb an Touristen vermietet werden. Dass mehr als die Hälfte der Geschäfte nicht mehr von Venezianern, sondern von Asiaten betrieben werden, usw. Jetzt merkt man einen gewissen Unmut bei den eigentlichen Bewohnern der Stadt. Es wird zu viel, zu eng, zu wenig venezianisch.

Ute Mathews-Werk, Hamburgerin, lebt seit 12 Jahren mal mehr, mal weniger in Venedig und hat die Entwicklung beobachtet. Nicht alles ist schön, was passiert ist. Deswegen ist jetzt die Zeit gekommen für eine Aktion, die hoffentlich auch den Venezianern ein Lächeln ins Gesicht zaubert:
Steine sammeln, Steine bemalen, Steine verstecken.

Die Idee stammt ursprünglich aus den USA, ist seit einigen Monaten in Deutschland ein großes Thema und reißt viele Menschen mit. Nun bringen Ute Mathews-Werk und ihr Mann, Andreas Werk, die Steine in Venedig ins Rollen. Ca. 150 Steine wurden bislang gesammelt, gewaschen und bemalt.

enedig- die Steine sind los
Venedig- die Steine sind los

Auf der Rückseite der Steine steht: fb, venicestones und Instagram, venicestonesZ. Warum?
Die Menschen, die die Steine finden, sollen animiert werden, dies auf Facebook und/oder Instagram zu posten. Am besten mit einem Foto des Steins und der Angabe, wo er gefunden wurde und ob er wieder ausgewildert wird. Manche der Steine sind kleine Kunstwerke und natürlich darf der Finder den Stein auch behalten!

Die Facebook-Gruppe, venicestones, die Ute Mathews-Werk gegründet hat, fand schon nach wenigen Tagen regen Zuspruch. Einige Venedig-Liebhaber melden sich bereits mit der genauen Angabe ihrer Anreise und der Unterkunft bei Ute Mathews-Werk an, weil sie hoffen, in Venedig einen Stein mit einem Gondoliere, mit einem Teddy-Gondoliere, einer Fantasiefigur, einem Schutzengel, einem angebissenen M+M, usw. zu finden.

Steine auswildern
Jeder ist eingeladen, auch Steine zu sammeln, bemalen und auszuwildern! Davon soll die Bewegung leben und bunt werden. Neue Kontakte können so entstehen und was Ute und Andreas am wichtigsten ist: Leute sollen Freude haben. Einfach so, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Und wer hat heute kein Handy dabei? Wer ist nicht bei fb oder instagram?

Die beiden Initiatoren haben schon etliche Steine ausgewildert, aber sie waren wohl zu klein und wurden nicht gefunden. Deswegen wurden größere Steine gesucht, die besser ins Auge fallen. Verwendet werden umweltfreundliche Farben und wenn die Welle vorbei ist, haben die Stein keinen Schaden angerichtet, sondern Freude verbreitet. Hoffentlich machen ganz viele nette Menschen mit!

Foto /Quelle: Ute Mathews-Werk, VeneziMa ( Werbung, Pressemeldung )

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