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Pfand gehört daneben

Facebook-Initiative fordert: Pfand gehört daneben
Facebook-Initiative fordert: Pfand gehört daneben

Mit dem Beginn des Frühlings, spätestens aber mit dem Start der Fußball-EM im Juni werden wieder zahllose Menschen mit diesem Dilemma konfrontiert: Wie entsorgt man Pfandflaschen und Dosen, die man zum Beispiel auf dem Weg zum Public Viewing geleert hat? Eine Facebook-Kampagne rät: Daneben stellen! Die Idee kam Matthias Gomille, dem Initiator der Kampagne „Pfand gehört daneben“, an einem Freitagabend in Berlin. Auf den Straßen waren viele Menschen unterwegs: Auf der einen Seite Menschen in Feierstimmung, die ihre leeren Pfandflaschen und Dosen achtlos in öffentliche Mülleimer warfen, auf der anderen Seite die Pfandsammler, die das Pfand wieder aus dem Müll heraussuchten.

„Am Anfang hatte ich gar nicht daran gedacht, daraus eine richtige Kampagne zu machen. Ich hatte nur das Bedürfnis, auf einen Missstand aufmerksam zu machen“, sagt Gomille. „Wenn man Dosen und Pfandflaschen einfach neben den Mülleimer stellt, statt sie hinein zu werfen, erspart man den Pfandsammlern nicht nur das Durchwühlen der Mülleimer, sondern zeigt auch seine Solidarität mit Menschen, für die 8, 15 oder 25 Cent viel Geld sind. Außerdem ist die Wiederverwendung der Pfandflaschen natürlich ein Beitrag zum Umweltschutz.“

Weil die Kampagne bei Facebook auf so große Resonanz stieß, gestaltete der Grafik-Designer Aufkleber, die inzwischen nicht nur in Berlin, sondern in vielen Städten von Hamburg bis München verbreitet sind. Auch Prominente wie die Beatsteaks, Jennifer Rostock und Sarah Kuttner konnte er als Unterstützer für die Kampagne gewinnen. Zuletzt wurden in Zusammenarbeit mit dem Getränkehersteller Lemonaid an Laternenpfählen so genannte „Pfandkisten“ angebracht, in denen leere Dosen und Pfandflaschen abgestellt werden können. „Langfristig wollen wir erreichen, dass es zu einer Selbstverständlichkeit wird, dass man Dosen und Pfandflaschen neben den Mülleimer stellt“, so Gomille. „Dazu gehört natürlich auch, dass man auf die abgestellten Flaschen Acht gibt und sie zum Beispiel nicht als Fußball benutzt. Kurz: Wir möchten, dass Dosen und Pfandflaschen wieder als die Wertgegenstände angesehen werden, die sie sind.“

„Pfand gehört daneben“ ist eine unabhängige und nicht-kommerzielle Initiative, die von dem Berliner Grafik-Designer Matthias Gomille gegründet wurde. Ziel der Initiative ist es, dass leere Dosen und Pfandflaschen nicht mehr in öffentliche Mülltonnen geworfen, sondern daneben gestellt werden.

Foto/Quelle: www.pfand-gehoert-daneben.de

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