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Nordischer Lifestyle für den Boden

Eine Floorwear so schlicht wie die Einsamkeit der norwegischen Tundra. Weitläufig und ungeheuer natürlich. Und dabei nicht weniger raffiniert im Detail. Das fast rhythmische Auf und Ab der dicken, weichen Wollstränge wird immer wieder unterbrochen von feinen, glänzenden Viskosefäden, die nicht nur Bewegung, sondern auch Farbe ins Spiel bringen.

Wie zartgrüne Flechten, die dem rauen Klima des Nordens trotzen und zeigen, dass selbst auf dem eintönigsten Fleckchen Boden die Natur noch Überraschungen für uns parat hat. Sie benennen ihre Teppich-Editionen nach Klassikern der Techno- und House-Musik oder nach japanischen Drumcomputern, haben als deutsches Unternehmen lediglich eine Website auf Englisch und beziehen ihre Einflüsse aus den Subkulturen der Städte, die sie bereisen.

Ist kymo unkonventionell? Gleichzeitig sind sie mit ihrer Floorwear-Kollektion in zahlreichen der wichtigsten Einrichtungshäuser Deutschlands, Europas, Japans und der USA vertreten, haben bereits Projekte von globalen Marken wie Mercedes-Benz, Hugo Boss, Nespresso, Oracle oder MTV mit ihren Teppichen ausgestattet und auf ihrer Partnerliste stehen einige der renommiertesten Architekturbüros weltweit. Irgendetwas scheint kymo, das Label für ‚contemporary floorwear‘, richtig zu machen – immer gemäß ihrer Philosophie ‚Go on. And create.‘ Eine Spurensuche…

Nordic Plain von Kymo
Nordic Plain von Kymo

Wie kommt man auf die Idee, im Jahr 2004 – man erinnere sich: das war die Hochphase der „Geiz ist geil“- Kampagne – ein high end -Label für zeitgemäße Teppiche ins Leben zu rufen? Eigentlich bestand kymo (wenn auch noch nicht unter diesem Namen) schon vorher als kreativer Zusammenschluss von ein paar jungen Leuten, die angetrieben waren von der Lust am Gestalten und Entwickeln.

Mitte der 90er tobten sie sich nachts als Organisatoren der ersten Warehouse-Parties in Karlsruhe aus oder legten als DJ-Kollektiv in Clubs auf, tagsüber ging man zur Uni, arbeitete als Grafiker, Web-Programmierer oder versuchte sich als Jung- Unternehmer. Über den familiären Background eines der Mitglieder des Kollektivs bestanden schon länger Verknüpfungen zur Teppich-Branche und als sich dann 2003 die Chance bot, unter dem Dach eines etablierten Teppich-Unternehmens eine neue Submarke zu entwickeln, zögerte man nicht lange, besetzte alle wichtigen Positionen mit den vertrauten Weggefährten und begann ohne großes Zögern die erste kymo- Kollektion zu entwerfen.

Unerwartet schnelle Hilfe kam von Luigi Colani, dem streitbaren und umstrittenen Altmeister (respektive Rumpelstilzchen) deutschen Designs: Er steuerte gleich eine eigene Edition zur 2004er Kollektion bei, die aber genauso schnell wieder in der Versenkung verschwand – wegen Erfolglosigkeit. Und kymo zahlte Lehrgeld. Aber in guter Stehaufmännchen-Manier wurde auch dies weggesteckt. Im Jahr 2005 – inzwischen hatte man sich auf eigene Beine gestellt und die eigene Firma gegründet – kam dann mit der Edition SG Polly der erste wirkliche Bestseller.

Die Edition besticht durch die einzigartige Eigenschaft des Polmaterials Polyester, welches kymo als erste Marke im Design-Segment überhaupt für die Produktion von high end -Teppichen verwendete: Das Polyester verleiht dem Teppich eine unbeschreiblich dynamische Anmutung – je nach Blickwinkel glänzen die Fasern in den unterschiedlichsten Abstufungen einer Farbe. Keine Frage: Der SG Polly besitzt das nötige Rüstzeug, um zu einem zukünftigen Einrichtungsklassiker zu werden. So verwundert es nicht, dass SG Polly-Teppiche seit der Markteinführung in über 50 Ländern weltweit verkauft wurden – ein Erfolg, der bis zum heutigen Tag anhält.

Und plötzlich gelang kymo der Zutritt zu dem erlauchten Zirkel der renommiertesten Einrichtungshäuser Deutschlands und Europas. Parallel dazu entwickelte sich das Objektgeschäft bei kymo, schnell konnten die ersten Projekte in den Bereichen Hotel und Retail Design auf der Habenseite verbucht werden und mit Hugo Boss und Montblanc gewann das junge Label innerhalb kürzester Zeit zwei schwergewichtige Referenzkunden, die auch heute noch mit der Zunge schnalzen lassen.

Foto / Quelle: Kymo

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