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Modedesigner Emilio Pucci

Der italienische Modedesigner wurde am 20. November 1914 als Marchese Emilio Pucci di Barsento in Neapel geboren. Er studierte Landwirtschaft, Politik und Sozialwissenschaft in Italien und den USA und entwarf zudem die Teamuniformen seiner College-Mannschaft. Er selbst war begeisterter Skiläufer und hatte hierfür auch ein Stipendium erhalten.

1947 fiel eine Bekannte in ihrem von Pucci designten farbenfrohen Skianzug einem US-Fotografen auf, der sie für Harper’s Bazaar ablichtete. Der zuständige Moderedakteur beauftragte Emilio Pucci daraufhin, für eine kommende Story weitere Wintermode zu entwerfen.

Pucci, der bis dahin in der italienischen Luftwaffe gedient hatte, beschloss, sich fortan auf Mode zu konzentrieren und begeisterte die amerikanische Fashion-Szene mit seinen Designs.

Anschließend richtete sich Emilio Pucci in Florenz ein Atelier ein und fokussierte sich auf die Herstellung eines flexiblen, bequemen Stretch-Stoffes, um die schweren, starren Kleider seiner Zeit abzuschaffen.

Emilio Pucci
Emilio Pucci

Modezitat: „Fröhlichkeit ist eines der wichtigsten Elemente, das ich in die Mode mitgebracht habe – und das gelang mir durch Farbe.“

Seine erste Boutique eröffnete der Jungdesigner auf Capri, das schon damals ein Mittelpunkt der mondänen und eleganten Jetset-Society war. Besonders seine Dreiviertelhosen, die später als Caprihosen bekannt wurden, seine bequemen Kleider und die farbenfrohen Hemdblusen erfreuten sich bei der weiblichen Kundschaft großer Beliebtheit.

1951 hielt Emilio Pucci seine erste Modenschau ab, auf der er hauptsächlich sportliche Kleidung präsentierte. Obwohl der Designer schon damals recht erfolgreich war, bedeuteten die 60er-Jahre seinen großen Durchbruch.

Puccis farbenfrohe, geometrische und abstrakte Designs, zu denen er sich in seinen exotischen Urlaubsreisen hatte inspirieren lassen und mit denen er auch heute noch assoziiert wird, waren damals ein echtes Novum und passten perfekt in die damalige Zeit.

Um die auffallenden Muster in den Mittelpunkt zu stellen, hielt er die Schnitte seiner Entwürfe klassisch-schlicht. Zudem setzte er auf schmale Silhouetten, durchaus knappe, enge Schnitte sowie Strass, Pailletten und Pelz.

1965 entwarf der Designer außerdem die neuen Uniformen für die Crew der „Braniff International Airways“. Nach seinem Tod im Jahr 1992 übernahm seine Tochter Laudomia das Unternehmen, anschließend bekleideten unterschiedliche Kreative das Amt des Chefdesigners. Inzwischen werden neben Mode auch Lederwaren, Schuhe, Brillen, Bademode und Accessoires vertrieben.

Pucci wird dabei weiterhin mit den grafischen, wilden Mustern, dem mutigen Materialmix und dem italienischen fröhlich-stilvollen Lebensgefühl mit einem Hang zum Luxus assoziiert, die das Label einst berühmt machten.

Foto / Quelle: fashionpress.de

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