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Stiftung Warentest – Empfehlung zum PKV Wechsel

Wie die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Heft (Ausgabe 03/2017) berichtet, kann sich der Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung für viele Versicherte lohnen. Viele Versicherungsnehmer würden diesen Schritt nicht wagen, da Sie befürchteten, aufgrund der neuerlichen Gesundheitsprüfung mit Risikozuschlägen rechnen zu müssen. Hier lautet die Empfehlung der Stiftung Warentest, die gesetzlich vorgeschriebenen Rechte als Kunde wahrzunehmen und den Tarifwechsel zu forcieren.

Beitragserhöhungen in der PKV bereiten Versicherten Probleme
Auch im aktuellen Jahr 2017 mussten viele privat Versicherte Beitragserhöhungen ihrer privaten Krankenversicherung hinnehmen. Nicht selten betragen die Kostensteigerungen bis zu 100 Euro im Monat. Das bringt viele Versicherungsnehmer an die Grenzen ihrer finanziellen Kapazität. Doch es gibt Auswege, wie die Stiftung Warentest schreibt. Verbraucher können von ihrem Recht auf eine außerordentliche Kündigung Gebrauch machen und den Tarif innerhalb ihrer privaten Krankenversicherung wechseln.

Beitragsoptimierung durch Tarifwechsel innerhalb der PKV
Beitragsoptimierung heißt das Stichwort. Hierbei wird dem versicherten das Recht eingeräumt, jederzeit innerhalb der Gesellschaft in einen anderen Tarif wechseln zu dürfen. Dabei sieht der Gesetzgeber einige Bedingungen vor.

Während der Wechsel in einen günstigeren Tarif mit gleichem oder geringerem Leistungsumfang ohne erneute Gesundheitsprüfung vonstatten geht, darf die Krankenversicherung bei einem Wechsel in einen leistungsstärkeren Tarif eben diese verlangen. Hierbei kann es zu hohen Risikozuschlägen kommen, sollte die Gesundheitsprüfung gravierende Vorerkrankungen feststellen. Deshalb scheuen vor allem viele ältere Privatpatienten diesen Tarifwechsel innerhalb der PKV.

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Verzicht auf Leistungen: aber auf welche?
Diese Art der Beitragsoptimierung kann helfen, Kosten einzusparen. Wer z.B. bereit ist, auf die Behandlung durch den Chefarzt oder auf die Unterbringung im Krankenhaus im Ein-Bett-Zimmer zu verzichten, kann einen bedeutenden Teil seiner monatlichen Beiträge sparen.

Ebenso ist die Vereinbarung oder eine Erhöhung der Selbstbeteiligung pro Jahr eine Möglichkeit, die Kosten signifikant zu senken. Wie hoch die Einsparungen sein können, muss individuell berechnet werden und hängt maßgeblich vom gewählten PKV Tarif ab. Hierzu halten die meisten privaten Krankenversicherer einen Online Rechner auf ihrer Webseite bereit.

Mehrleistungen bei zu hohen Risikozuschlägen ausschließen
Die Private Krankenversicherung darf bei einem Wechsel in leistungsstärkere PKV Tarife eine erneute Gesundheitsprüfung anfordern. Dabei kann es zu Risikozuschlägen einerseits und zu Preiserhöhungen aufgrund der Mehrleistungen andererseits kommen. Hier empfiehlt die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Finanztest-Bericht, Mehrleistungen auszuschließen, um den Kostenaufschlag zu vermeiden. Hierzu hat der Versicherte ein Anrecht laut dem Versicherungsvertragsgesetz.

Ferner erklären die Experten der Stiftung Warentest, dass es sich lohnen kann, beim Tarifwechsel hartnäckig zu bleiben. Selbst bei Risikoaufschlägen muss der Versicherer genau erklären, welches medizinische Risiko genau zu dieser Einschätzung geführt hat und ist dabei in der Beweispflicht. Es könne sich für Versicherte lohnen, hartnäckig zu bleiben. Es können nämlich durchaus sein, dass man so um den Risikoaufschlag gänzlich herum kommt.

Standardtarif und Basistarif als letzte Option
Der Wechsel in den PKV Standardtarif oder gar in den Basistarif ist laut Stiftung Warentest die letzte Option. Dieser Schritt ist nur zu empfehlen, wenn die Kosten den Bereich der Bezahlbarkeit deutlich übersteigen. Diese sogenannten Sozialtarife bewahren den Versicherten vor dem finanziellen Ruin, schränken die Leistungen jedoch auf ein Mindestmaß ein.

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