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Trendreport Detox: Was steckt eigentlich genau dahinter?

Beworben wird die Detox-Kur als notwendige, regelmäßige Entgiftung des Körpers. Dieser nämlich nimmt tagtäglich über die Natur Gifte auf, die in der eingeatmeten Luft, aber auch in Lebensmitteln und sogar in der Kleidung enthalten sind. Lagern Gifte sich im Körper ein, können daraus Zellschäden entstehen, die zu Folgeerkrankungen führen. Was sich im Detail hinter einer Detox-Kur verbirgt, ist Thema der folgenden FAQs.

Detox kann als Diät-Variante angewendet werden oder ermöglicht eine regelmäßige Entgiftung des Körpers
Detox kann als Diät-Variante angewendet werden oder ermöglicht eine regelmäßige Entgiftung des Körpers

1.) Was ist der Ansatz, um eine Detox-Kur zu beginnen?
Wie eingangs bereits erwähnt, führen Befürworter der Detox-Kur in erster Linie die täglich konsumierten Gifte an, die eine Detox-Kur einfordern und damit eine Reinigung des Körpers ermöglichen. Eine Detox-Kur ist in diesem Zusammenhang die Antwort auf zahlreiche Negativschlagzeilen, die von einer Vergiftung der Umwelt beispielsweise mit Pestiziden berichten.

Greenpeace hat in diesem Zusammenhang einen Einkaufsratgeber herausgegeben, um Essen ohne Pestizidbelastung zu erhalten. Ein klares Credo daraus heißt: „Im Bio-Anbau werden nur wenige Pflanzenschutzmittel zugelassen – die Wirkstoffe sind Naturstoffe. Diese sind deutlich weniger gesundheitsschädigend als die chemisch-synthetischen Pestizide aus der konventionellen Landwirtschaft.“

Darüber hinaus rät die Organisation, auf das Herkunftsland und die Fruchtsorte zu achten. Darüber hinaus sei der Erntezeitpunkt ein wichtiges Auswahlkriterium. Allen Verbrauchern rät die Organisation, Obst und Gemüse vor dem Verzehr zu reinigen. Fließendes, lauwarmes Wasser sei dafür die beste Wahl.

2.) Reicht eine gesunde, ausgewogene Ernährung nicht aus?
Einen Garant für giftstofffreie Lebensmittel gibt es trotz einer bedachten und ausgewogenen Ernährungsweise nicht. Neben Lebensmitteln, die die Grundlage der Ernährung darstellen, gibt es nämlich noch andere Giftquellen wie etwa Industrieabgase, Möbel oder Kleidung. Vor diesem Hintergrund sehen Anhänger der Detox-Bewegung eine regelmäßige Entgiftung des Körpers als wichtig an.

Auch gibt es eine medizinische Begründung, die für eine regelmäßige Detox-Kur spricht: Wissenschaftler gehen davon aus, dass trotz einem bewussten Umgang mit den Gefahren der Umwelt stets Rückstände nicht vermeidbarer Giftstoffe im Körper zurückbleiben. Binde- und Fettgewebe im menschlichen Körper dienen als Heimat dieser Giftstoffe.

Sind diese Orte „überfüllt“, können sich Giftstoffe auch in Gelenken, Sehnen und Muskeln ablagern und Krankheiten hervorrufen. Die Giftstoffe können auch in einem funktionierenden Stoffwechsel nicht ohne Hilfe ausgeschieden werden. „Hilfe“ für den Körper ermöglicht indes eine Detox-Kur, die der Entschlackung und Entgiftung dient.

3.) Welche Symptome zeigen Vergiftungserscheinungen im Körper an?
Wenn gesunde Lebensmittel und ein aktiver, fitter Lebensstil nicht mehr ausreichen, um den menschlichen Körper gesund zu halten, zeigt der Körper Vergiftungserscheinungen. Schlafstörungen und Kopfschmerzen, Haut- und Gewichtsprobleme, Verdauungs- und Magenbeschwerden können typische Anzeichen für eine Vergiftung des Körpers sein.

Schlafprobleme können einen Indiz für die Vergiftung des Körpers sein
Schlafprobleme können einen Indiz für die Vergiftung des Körpers sein

4.) Welche Varianten von Detox-Kuren gibt es?
Grundsätzlich gibt es mehrere Varianten einer Detox-Kur. Diese unterscheiden sich sowohl in der Dauer als auch im Ort. Selbstorganisierte Detox-Kuren, die zuhause und in Eigenregie durchgeführt werden, unterscheiden sich von denen, die in Kurhotels angeboten werden. Auch der Zeitraum kann sich unterscheiden. Eine Detox-Diät kann eine Woche oder einen Monat andauern. Alternativ kann auch ein Detox-Tag im Monat auserkoren werden, der als bewusster Tag der Entgiftung eingeführt wird.

Wer sich erstmals mit einer Detox-Kur auseinandersetzt, entscheidet sich häufig für eine erste, lang angelegte Detox-Kur, bei der Woche für Woche ein anderes Organ zur Entgiftung und Entschlackung im Fokus steht. In der Praxis korrespondiert eine Woche der Detox-Kur dann mit einem Organ und einem dazugehörigen Ernährungsplan. Diese lang angelegte Variante kann bis zu sechs Wochen dauern.

5.) Ist eine Detox-Kur eine Null-Diät?
Eine klassische Detox-Kur ist einer Null-Diät nur auf den ersten Blick ähnlich. Grundsätzlich wird auf feste Nahrung verzichtet. Stattdessen stehen Suppen und Smoothies auf dem Menüplan. Wer die traditionellere Variante anstrebt, findet in einer Fastenkur ein vergleichbares Äquivalent. Moderner und leichter in den Alltag zu integrieren, ist die Detox-Diät.

Obst- und Gemüse-Smoothies können der Kick-off für eine Detox-Kur sein
Obst- und Gemüse-Smoothies können der Kick-off für eine Detox-Kur sein

Häufig beginnt diese auch mit Diät-Tagen, die eine rein flüssige Nahrungsaufnahme vorschreiben. Anschließend wird dann ein recht ausgewogener Ernährungsplan aufgestellt, der kein Hungergefühl aufkommen lässt und den Körper dennoch mit nötigen Nährstoffen versorgt. Wer während der Detox-Diät regelmäßig erlaubte Lebensmittel zu sich nimmt, der hält den Stoffwechsel aktiv. Die Folge: Der Körper schaltet nicht auf Sparprogramm, sondern greift die Reserven an.

6.) Welche Lebensmittel sind bei einer Detox-Diät erlaubt?
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Lebensmittel, die im Rahmen einer Detox-Diät erlaubt sind und die, die besser aus der Küche verbannt werden.

Gute und schlechte Lebensmittel7.) Kann die Detox-Idee in den Alltag eingebaut werden?
Ja, das funktioniert. Dabei ist es gar nicht nötig, eine langfristige Detox-Diät auszurufen. Möglich ist es indes, einen regelmäßigen Detox-Tag anzusetzen, bei dem der Körper entgiftet wird, oder diese Tipps in den Alltag zu integrieren:

–    Auf die Auswahl von Konsum- und Luxusgütern achten. Bei Lebensmitteln ist Bio-Qualität empfehlenswert. Doch auch bei Kleidung (Stichwort: „saubere Textilproduktion“) und Heimtextilien ist ein Blick auf die Herkunft sinnvoll.

–    Einen Wasserfilter in Küche und Bad einsetzen. So wird die Aufnahme von Fluor und Chlor minimiert.
–    Sauerstoff konsumieren. Tief einatmen, Bewegung an der frischen Luft oder ein lautes Auflachen helfen dem Körper ungemein.

Fotos: Abbildung 1: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 Public Domain) – Abbildung 2: pixabay.com © DieterRobbins (CC0 Public Domain) – Abbildung 3: pixabay.com © Ajale (CC0 Public Domain)

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