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Erste Hilfe bei Haarausfall: Ursachen, Art und Gegenmaßnahmen

Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall: Jeder Mensch hat bis zu 5 Millionen Haare am Körper – und nur ca. 2,5% davon wachsen auf dem Kopf! Deren Anzahl hängt übrigens von der Haarfarbe ab: Rothaarige haben ca. 90.000 Haupthaare, Brünette und Schwarzhaarige ca. 100.000. Blonde Menschen haben zwar meist feine, dafür aber auch mehr Haare, nämlich 150.000.

Bei dieser Menge an natürlichem Kopfschmuck ist es kein Problem, wenn täglich bis zu 100 Haare ausfallen – das ist im Rahmen des Lebenszyklus eines Haares völlig normal. Ein Haar wächst jeden Tag ca. 0,35 mm, und zwar zwischen zwei und sechs Jahre lang.

Sobald die aktive Haarwachstumsphase endet, beginnt eine Übergangsphase von zwei Wochen und schließlich eine zwei bis vier Monate andauernde Ruhephase, nach welcher das Haar von einem nachwachsenden abgestoßen wird. Übersteigt die tägliche Zahl der ausgefallenen Haare jedoch die 100, spricht man von Haarausfall.

Haarausfall hat viele Gründe
Erblich oder hormonell, krankhaft oder nicht? Eine Menge Faktoren können Auslöser sein: Auch Vergiftungen, Pilzinfektionen der Kopfhaut, chronische Krankheiten oder Medikamente können Haarausfall bedingen.

Hormonelle Veränderungen, die zu Haarausfall führen, kommen zum Beispiel nach der Geburt eines Kindes oder im Klimakterium vor. Auch nach Diäten oder Erkrankungen kann es aufgrund des Nährstoffmangels zu einem sogenannten temporären, diffusen Haarausfall kommen: Dabei fallen die Haare gleichmäßig verteilt aus und fallen oft nur den Betroffenen auf. Hier regeneriert sich das Haar meist von alleine, sobald der Hormonspiegel wieder ausgeglichen ist.

Schnelles Handeln ist erforderlich
Schnelles Handeln ist erforderlich

Eine ernste Angelegenheit ist die Alopecia areata
Ganz anders ist es beim kreisrunden Haarausfall, der Alopecia areata: Beim sogenannten kreisrunden Haarausfall gehen die Haare büschelweise aus und können mehrere runde, kahle Stellen hinterlassen. Die Ursachen für Alopecia areata sind bis heute nicht geklärt, man vermutet jedoch, dass Stress oder Autoimmunkrankheiten auslösende Faktoren dafür sein können.

Am häufigsten kommt bei uns der erblich bedingte oder hormonell-erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) vor, der typischerweise bei Männern auftritt und sich zunächst als Geheimratsecken andeutet, bevor er sich über den gesamten Kopf ausbreitet und zu einer Glatze führt. Doch auch Frauen können unter erblich bedingtem Haarausfall leiden: Bei ihnen zeigt sich dieser dann eher durch einen lichter werdenden Scheitel.

Muss ich zum Arzt…?
Bei unbekannter Ursache für Haarausfall sollt ein Arzt aufgesucht werden, der den Mineral- und Nährstoffhaushalt untersucht. Dermatologen erkennen an der Kopfhaut die Art des Haarausfalls und können so schnell Rückschlüsse auf die Ursache ziehen.

Unterstützung in Form natürlicher Vitalstoffe
Zum Glück gibt es Unterstützung ohne große Nebenwirkungen: Denn wenn die Papillen wieder genügend Nährstoffe erhalten, wird ihr Zellstoffwechsel angekurbelt und die Haare wachsen wieder verstärkt: Creatin, B-Vitamine oder Peptide helfen zum Beispiel, die Haarwurzel zu stärken und neue Haare gesünder wachsen zu lassen. Auch Phytohormone oder Kollagen werden als Haarwuchs-Wirkstoffe in Ampullenkuren eingesetzt.

Wirkstoffe, die die Blut- und Nährstoffversorgung verbessern und dadurch das Wachstum neuer Haare anregen, wie zum Beispiel Minoxidil, oder verhindern, dass sich Testosteron in Dihydrotestosteron verwandelt, wie Monolaurin, können auch erblich bedingten Haarausfall aufhalten.

Ein Shampoo mit der vitaminähnlichen Schwefelverbindung Rhodanid zeigte bei Alopecia Areata in einer Charité-Studie Erfolge. Auch innerlich eingenommen können schwefelhaltige Aminosäuren wie Cystin oder Methionin den Stoffwechsel in den Haarwurzelzellen fördern und die Keratinbildung stimulieren.

Wenn der Haarausfall schon weiter fortgeschritten ist, kann heute dank einer Haarverdichtung schnell und problemlos eine optische Lösung gefunden werden, mit der jede Wunschfrisur möglich ist.

Foto /Quelle: Bild: BIO-H-TIN / shutterstock_Nina Buday, medicalpress.de

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