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“Stark sein, Schwäche zeigen!”: Auftakt der Social Media-Kampagne von Jugendnotmail

Die Kampagne „Stark sein, Schwäche zeigen!“ von Jugendnotmail ist das Ergebnis einer Instagram-Umfrage im März dieses Jahres. Die Follower wurden gefragt, welche Sprüche sie sich aus ihrem Umfeld, also von Familie, Freunden oder Lehrern, anhören müssen, wenn es ihnen schlecht geht.

Gefragt wurde beispielsweise „Welche Vorurteile gehen dir so richtig auf die Nerven?“ oder „Welche Sprüche sind so gar nicht hilfreich, wenn es dir schlecht geht?“. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich mit ihren Problemen alleine gelassen.

Sie reden sich ihre Sorgen klein, da sie keine Schwäche zeigen wollen und nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Jugendnotmail möchte mit dieser Kampagne zeigen, dass es okay ist, Probleme zu haben und über diese zu sprechen. Die meistgenannten Sprüche wurden Motiven gegenüber gesetzt, die die Themen der Online-Beratung widerspiegeln.

Die Kampagne wird in den nächsten Wochen zunächst über die Social Media-Kanäle Instagram und Facebook unter dem Hashtag #youarenotalone lanciert. Sie soll im Jahresverlauf außerdem für eine deutschlandweite Plakat-Aktion an Schulen der Sekundarstufe eingesetzt werden.

Auftakt der Social Media-Kampagne von Jugendnotmail
Auftakt der Social Media-Kampagne von Jugendnotmail

Jugendnotmail hat sich bewusst für eine überraschende Bildsprache entschieden, um sich von häufig genutzten Motiven abzugrenzen. Motive wie Spritze, Gürtel oder Strick zeigen alltägliche Gegenstände, welche aber in Verbindung mit den Zitaten erschreckende Bedeutungen bekommen.

„Die Sprüche und Motive sind so gewählt, dass sie die Fantasie anregen. Daher kann es gut sein, dass Menschen sich getriggert fühlen“, kommentiert Stefanie Gießen, Leiterin der Geschäftsstelle von Jugendnotmail. „Natürlich wollen wir nicht, dass es ihnen schlechter geht als vorher, sondern wir wollen Tabuthemen ansprechen und motivieren, über sie zu sprechen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.“

Dadurch, dass diese Objekte Hintergründe in freundlichen Pastelltönen haben, wird dieser Kontrast zwischen pauschalen Verharmlosungen im Alltag betroffener Kinder und Jugendlichen und deren Realität noch verstärkt. „Im Kopf des Betrachters passiert etwas, da die Bilder Interpretationsfreiheit ermöglichen“, erläutert Kommunikationsdesignerin Alina Seeberg.

„Der Betrachter hinterfragt das Visual und versucht eine Verbindung zwischen Zitat und Objekt zu finden. So entsteht in seinem Kopf eine Geschichte, die individuell und emotional bei jedem anders verlaufen wird. Dadurch beschäftigt man sich aber auch länger mit dem Bild.“

Die Kampagne wurde konzeptionell und grafisch von Alina Seeberg begleitet, die sich pro bono engagiert hat und Jugendnotmail auch bei der Umsetzung der Plakat-Kampagne unterstützen wird. Die Vermittlung kam über die Plattform youvo.org zustande.

Über Jugendnotmail
Auf jugendnotmail.de können Kinder und Jugendliche ihre Sorgen thematisieren – unkompliziert, vertraulich, kostenlos und datensicher. Rund 150 Psychologen, Sozialpädagogen oder Pädagogen mit Zusatzausbildung beraten ehrenamtlich in ihrer Freizeit und beantworten die Notmails der jungen Menschen schnell und verlässlich. Jugendnotmail.de bietet Ratsuchenden bis 19 Jahre einen geschützten Raum, in dem sie ihre Sorgen und Nöte unkompliziert und vertraulich mitteilen können und Hilfe zur Selbsthilfe sowie Entlastung erfahren.

Foto / Quelle: www.jugendnotmail.de, jungundjetzt e.V.

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