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Naturdämmstoffe rücken ins Rampenlicht

Ökologisch bauen – das wird bei immer mehr Bauherren zum obersten Gebot, wenn es darum geht, sich endlich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Dank niedrigem Leitzins und einer boomenden Baubranche sind auch immer jüngere Singles und Paare dazu bereit, den einen – oft wichtigsten – Schritt im Erwachsenenleben zu tun.

Ob moderne Fertighäuser oder doch traditioneller Massivbau entscheidet da meist der Geldbeutel. Längst müssen Käufer eines Fertighauses nicht mehr auf Energieeffizienz verzichten, und schon seit Jahren sind die Bauzeiten für den Ziegelbau ebenfalls mehr als überschaubar. Worauf also wird neben Lage, Entwurf und Lichteinfall noch so geachtet?

Auf möglichst ökologische Bau- und Dämmmaterialien natürlich!
Gerade bei der Wärmedämmung gibt es nicht nur gesetzliche Auflagen zu erfüllen, sondern auch die Möglichkeit, mit einer Auswahl an natürlich, ökologisch unbedenklichen Dämmstoffen den Heizkosten auf den Pelz zu rücken.

Dabei müssen sich Dämmvarianten von Fertighäusern schon längst nicht mehr von denen der Massivbauten verstecken; ein Passiv- oder Niedrigenergiehaus kann also ohne Probleme auch im Fertigteilverfahren errichtet werden.

Natürliche Dämmstoffe gelten meist als die beste Variante, um ein besonders gutes Raumklima zu erreichen. Dabei gibt es – wie so oft im Leben – natürlich starke Unterschiede, was Qualität, Verarbeitung und Langlebigkeit der Dämmvarianten betrifft.

Hanf ist ein vielseitige Pflanze: Auch beim Hausbau zur Wärmedämmung gut einzusetzen
Hanf ist ein vielseitige Pflanze: Auch beim Hausbau zur Wärmedämmung gut einzusetzen (c) pixabay

Unsere kurze Übersicht ersetzt an dieser Stelle sicher nicht den Weg zum Experten. Übersicht, Vergleiche und Gutachten sind hier unabdingbar, denn nur wer hierbei mit Sorgfalt ans Werk geht, genießt jahrelanges Wohnvergnügen mit geringen Energiekosten!

Flachs ist ein natürlicher Dämmstoff, der direkt aus dem Herzen Europas kommt und von deutschen und österreichischen Herstellern verarbeitet wird. Flachs eignet sich vor allem für Räume mit geringen statischen Belastungen und gilt als besonders unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.

Allerdings muss die Dämmung aus Flachsfaser mit Flammschutzmitteln nachbehandelt werden, also sollte man hier unbedingt nachfragen, welche Mittel zum Einsatz kommen.

Hanfdämmungen gelten seit einiger Zeit als absoluter Geheimtipp – nicht nur beim Bau eines Fertighauses. Hanf ist nicht nur absolutes Top-Material, wenn es um Schalldämmungs- und Wärmedämmungswerte geht, es gilt auch als eines der besten Materialien für Innenräume und gutes Raumklima.

Korkdämmungen werden meisten für Außenwände verwendet, da sie ausgezeichnete Wärmedämmungswerte aufweisen. Auch für Trittschalldämmungen eignen sie sich hervorragend. Innenräume werden selten mit Kork gedämmt, da das Material selbst über Jahre hinweg noch einen starken Eigengeruch aufweist.

Holzfaser ist ein absoluter Spitzenreiter in Sachen Unbedenklichkeit und Dämmwerten und stammt obendrein aus natürlichen Wachstumsgebieten aus Europa. Leider tendieren Holzfasern auch dazu, Feuchtigkeit anzuziehen und müssen obendrein ebenfalls stark nachbehandelt werden.

Lehmdämmungen finden ebenfalls den Weg zurück in den Baumarkt. Diese für Altbauten in Deutschland, Polen, der Tschechei und Österreich so typische Innendämmung feiert zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein fulminantes Comeback, samt exzellenter Dämmwerte sowie absolut einzigartigem Raumklima.

Dämmwerte allein machen also die Wahl dieser modernen Dämmstoffe nicht einfach. Vielmehr sind es Raumklima und CO2 Abdruck, die Bauherren von heute in Ihre Überlegungen miteinbeziehen sollten.

Foto / Quelle: (c) pixabay

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