Alles Glück der Welt: Warum der Mensch Glückssymbole braucht

Marienkäfer, Schornsteinfeger und Kleeblatt haben nicht nur zu Neujahr Konjunktur. Das mit ihnen verbundene Glück beim Beschenktwerden ist oft Freude genug.  Wie heißt es so schön? „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Kleine Symbole sollen die große Liebe, Gesundheit, Geld und Erfolg bringen, vor Schlechtem schützen. Aber hilft das wirklich oder ist es nur Geldmacherei?

Symbole machen das Unsichtbare greifbar.  „Glückssymbole wirken wie ein Baugerüst. Sie stärken unsere positive Erwartungshaltung, geben Kraft und Zuversicht“, so Chalisa Klammt, Autorin des Buches „Alles Glück der Welt“. „Schon der Anblick eines Glückssymboles kann automatisch positive Gedanken und Erwartungen aktivieren, ähnlich wie beim Placebo-Effekt.“

Viele Glückssymbole haben ihren Ursprung im Volksglauben, Religion oder Beobachtung. Die Wahrscheinlichkeit, ein vierblättriges Kleeblatt zu finden, liegt etwa bei 1:10.000. Schon die Kelten verehrten dieses magische Schutzzeichen. Marienkäfer sind willkommene Schädlingsbekämpfer und retteten so manche Ernte.

Schwein gehabt!

Wer ein Schwein hatte, hatte Vorrat und gut zu essen. Im Mittelalter gab es bei einigen Wettkämpfen die Sitte, dass der Letzte als Trostpreis ein Schwein bekam. Bei allem Unglück wendete sich so alles zum Guten: Schwein gehabt! So setzte sich die Bedeutung der Glückssymbole über Jahrhunderte fest, eingebettet in Bräuche und Geschichten.

Glücksschwein in der Hand

Typisches Glückssymbol, das Glücksschwein / © pixabay.com – Alexas_Fotos

Dabei sind die Verbindungen von Symbolen mit verschiedenen Wirkungen regional unterschiedlich. Ein Hufeisen sollte meist mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden, um das Glück einzufangen. In einigen Gegenden von Spanien, Italien, Indien und Asien bringt es genau andersherum Glück, indem es das Glück ausschüttet.

Die Zahl „13“gilt in vielen Ländern als Unglückszahl, in Italien ist sie eine absolute Glückszahl. Ein Elefant mit erhobenem Rüssel bringt in Indien und Thailand Glück, spielt in anderen Regionen keine Rolle. So sind positive Erwartungen mit Erfahrungen, Traditionen und kulturellen Prägungen verknüpft.

Eine bekannte Studie von Wiseman & Watt zeigte, dass Teilnehmer mit Glücksbringer deutlich besser abschnitten als Prüflinge ohne Talisman. Ein Glücksbringer stärkt psychologisch deutlich die Zuversicht.  „Das funktioniert auch, wenn man nicht dran glaubt“, so Chalisa Klammt. „Der Glaube verstärkt neben dem Gedanken an den lieben Schenkenden oder dessen gute Wünsche noch einmal die Wirkung.“

Glückssymbole sind nicht magisch, aber psychologisch kraftvoll. Sie geben Orientierung, Hoffnung und Zuversicht und fördern dadurch Verhalten, das angestrebtes Glück erst möglich macht.

Mehr Informationen rund um internationale Glückssymbole, Mandalas und deren entspannende, Glücks-fördernde Wirkung, Glücks-Tipps der positiven Psychologie; Glücks-Karten und einen Glücks-Typen-Test finden Sie im neuen Buch von Chalisa Klammt.

Quelle / Fotos: chalisa-klammt.de / © pixabay.com