Nein zur Hautalterung durch UV-Strahlen in diesem Sommer

Die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut lassen viele Menschen vor Euphorie und Lebensfreude sprühen. Doch während sich die meisten über die positiven Effekte wie gebräunte Haut freuen, haben die UV-Strahlen auch weniger angenehme Folgen: schnellere Hautalterung.

„Die Strahlungen begünstigen die Bildung von Pigmentflecken und Falten, indem sie in der Haut freie Radikale bilden und oxidativen Stress auslösen“, erklärt Prof. CH Dr. med. Mehmet Atila, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Direktor des „Medical Inn“-Zentrums in Düsseldorf. Wie man sich vor den Sonnenstrahlen schützt und was man gegen Falten tun kann, verrät der Beauty-Doc.

Pflege mit Lichtschutzfaktor

Zusätzlich zu den bekannten Ratschlägen wie dem Tragen von Schutzkleidung und dem Vermeiden der Mittagssonne (11 Uhr bis 15 Uhr) ist es entscheidend, nicht nur am Strand Sonnenschutzmittel aufzutragen, sondern auch eine Tagespflege zu wählen, die einen ausreichenden Lichtschutzfaktor bietet.

Der Schönheitschirurg gibt den Hinweis: „Eine wirksame Tagespflege mit integriertem Lichtschutzfaktor sollte einen Wert von mindestens 15, idealerweise 20 oder höher aufweisen und sowohl UVA- als auch UVB-Schutz bieten. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie feuchtigkeitsspendend wirkt, zum Beispiel durch den Zusatz von Hyaluronsäure.“

Übrigens gibt es auch getönte Gesichtspflegeprodukte, die diese Eigenschaften enthalten und zusätzlich eine sanfte Bräune verleihen. Aber Vorsicht: Um allergische Reaktionen zu vermeiden, empfiehlt es sich, bei empfindlicher Haut auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe zu verzichten.

Dr. Mehmet Atila
Dr. Mehmet Atila / © Medical Inn

Anti-Aging-Waffe: Astaxanthin

Als eine Geheimwaffe gegen Falten erweist sich Astaxanthin, ein natürliches Pigment aus der Familie der Carotinoide. Es ist für die rote Farbe in verschiedenen Lebensmitteln verantwortlich und kommt in bestimmten Pflanzen sowie in Meeresorganismen wie Algen, Lachs und Krill vor.

Das Besondere an Astaxanthin ist seine starke antioxidative Wirkung, die dazu beiträgt, die schädlichen Auswirkungen von übermäßiger UV-Strahlung zu reduzieren und Entzündungen entgegenzuwirken. Astaxanthin kann durch den Verzehr der genannten Lebensmittel oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen werden.

„Es ist jedoch zu beachten, dass Astaxanthin kein Ersatz für Sonnenschutzmittel ist, sondern deren Wirkung verstärkt und dem Körper hilft, sich besser vor den Schäden der Sonneneinstrahlung zu schützen“, betont Prof. CH Dr. Atila.

Innovative Behandlungen gegen Falten

Bleiben jedoch trotz richtiger Pflege und ausreichendem Sonnenschutz hartnäckige Falten zurück, stehen neben den klassischen Methoden wie Unterspritzungen mit Hyaluronsäure und Botox-Injektionen weitere Möglichkeiten der Faltenbehandlung zur Verfügung. Dazu gehören Eigenblut- und Lasertherapien, aber auch innovative Ansätze wie das Laser-Lifting.

Prof. CH Dr. Atila berichtet: „Diese Methode eignet sich besonders für moderate Hauterschlaffungen und Falten im Bereich der Mundpartie, entlang der Kieferlinie, an den Wangen und am Hals. Mit dem Laserlift lässt sich überschüssige Haut am Hals um bis zu 50 Prozent reduzieren.“

Darüber hinaus gewinnt die Unterspritzung mit Polymilchsäure zunehmend an Bedeutung. Als Kollagenbooster kann sie wiederholt angewendet werden und die Kollagensynthese verstärken, was zu einer deutlichen Verbesserung des Hautbildes, insbesondere bei feinen Hautfältchen, führt.

Quelle / Fotos: medical-inn.com