Urologie: Der weltweit modernste Laser wird in Hamburg eingesetzt

Gleich zwei urologische Abteilungen der Asklepios Kliniken in Hamburg setzen als erste Krankenhäuser in Norddeutschland jeweils einen Thulium-Faserlaser der neuesten Generation ein (Olympus, Soltive(TM) SuperPulsed Thulium Fiber Laser System).

Die innovative Thulium-Faserlasertechnologie gilt als medizinischer Meilenstein und wird bereits erfolgreich zur endoskopischen Harnstein-Zertrümmerung und bei der gutartigen Prostatavergrößerung in der Asklepios Klinik Barmbek unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Andreas Gross und im Asklepios Westklinikum Hamburg, Chefarzt Prof. Dr. Thorsten Bach, eingesetzt.

Umfangreiche Labortests und erste klinische Erfahrungen mit einer relevanten Anzahl Patienten hatten zuvor gezeigt, dass die innovative Laser-Technologie in der Lage ist, bessere medizinische Ergebnisse zu ermöglichen. Die verbesserte Lasertechnologie ermöglicht zum Beispiel besonders präzise Schnitte an weichem Gewebe mit einer verbesserten Blutstillung. Steine lassen sich in weniger als der Hälfte der Zeit zersetzen, die herkömmliche Systeme benötigen.

 Prof. Dr. Thorsten Bach, Chefarzt Urologie im Westklinikum Hamburg (links) und Prof. Dr. Andreas Gross, Chefarzt Urologie in der Asklepios Klinik Barmbek (rechts) mit dem Soltive SuperPulsed Thulium Fiber Laser System von Olympus

Prof. Dr. Thorsten Bach, Chefarzt Urologie im Westklinikum Hamburg (links) und Prof. Dr. Andreas Gross, Chefarzt Urologie in der Asklepios Klinik Barmbek (rechts) mit dem Soltive SuperPulsed Thulium Fiber Laser System von Olympus

Die beiden Urologen Prof. Gross und Prof. Bach, die diese moderne Lasertechnologie jetzt erstmals in Norddeutschland einsetzen, sind überregional bekannt für ihre modernen und innovativen Behandlungsverfahren, die deutlich schonender sind als klassische Operationen. So sind beide auch Pioniere der AquaBeam-Technik zur sanften Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung per Wasserstrahl.

Vor 15 Jahren haben Prof. Dr. Gross und Prof. Dr. Bach als erste Urologen in Hamburg den Thulium- Laser zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung eingeführt. Das neue System ist eine Weiterentwicklung, die für Patienten und Operateur gleichermaßen deutliche Vorteile bietet.

Prof. Dr. Gross, der bereits vor zwei Jahren im Rahmen von Testläufen im Labor erste Erfahrungen mit dem neuen Thulium-Lasersystem gesammelt hat, operiert in Barmbek seit dem 20. Juli mit dem System und ist begeistert: „Der neue Faserlaser ist bahnbrechend. Abgesehen davon, dass die Arbeit damit schneller von der Hand geht, zersetzt dieser Laser Steine in sehr feine Partikel, die während der Behandlung leicht herauszuspülen sind, was für die Patienten einen großen Vorteil darstellt.“

Auch Prof. Dr. Thorsten Bach sieht viele Vorteile im Soltive-Laser, daher hat ihn seine Klinik als erste Deutschlands überhaupt gekauft. Seit er vor einem halben Jahr vom Asklepios Klinikum Harburg zum Asklepios Westklinikum Hamburg gewechselt ist, baut der Chefarzt in Rissen die Angebote an innovativen urologischen Behandlungen aus.

Dazu zählt die Endourologie ebenso wie die modernsten Therapien der gutartigen Prostatavergrößerung. Für Prof. Gross beginnt mit dem Gerät gerade in der Endourologie, in seiner Klinik ebenfalls ein Schwerpunkt, eine neue Ära. Unter Endourologie versteht man urologische Eingriffe, bei denen der Operateur natürliche Zugangswege ins Körperinnere nutzt und auf Schnitte weitgehend verzichtet.

„Wenn sich Nierensteinfragmente während oder nach der Lithotripsie-Behandlung nicht auflösen, können sie sich zu größeren Steinen entwickeln, die in der Zukunft zu weiteren Beschwerden wie schmerzhaften Koliken führen und einen schnellen Eingriff erfordern“, sagt Prof. Gross.

Prof. Bach hat für die verschiedenen Schwerpunkte seiner Abteilung hochspezialisierte Oberärzte engagiert. „Das Team ist jetzt fast komplett und wir ergänzen uns mit unseren Erfahrungen ausgezeichnet“, sagt Prof. Bach, der gemeinsam mit Prof. Gross wissenschaftlich viel über urologische Behandlungen publiziert.

So erschien vor ein paar Jahren eine große Studie, an der auch Prof. Gross und alle anderen urologischen Abteilungen der Asklepios Kliniken in Hamburg beteiligt waren und in der verschiedene Behandlungsmöglichkeiten verglichen wurden.

Dabei konnte Prof. Bach als Hauptautor zeigen, dass Laserverfahren bei der Behandlung des gutartigen Prostatasyndroms genau so wirkungsvoll sind wie klassische Operationen per Schlinge oder Skalpell/Bauchschnitt, aber mehrere Vorteile bieten und schonender sind: Bei gleicher Effektivität können die Operationszeiten und der Krankenhausaufenthalt deutlich verkürzt werden.

Foto / Quelle: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA

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