Harte Fakten, Zahlen und Daten eines betroffenen Tourismusunternehmens

Kaum ein Unternehmen der Tourismusbranche blieb von den Auswirkungen des Coronavirus verschont. Auch die Urlaubspiraten durchlebten eine stürmische Zeit, jedoch war das in zehn Märkten agierende Reiseportal bislang nicht gezwungen, coronabedingte Kündigungen auszusprechen. David Armstrong, CEO der HolidayPirates Group, zeigt anhand von Daten, Zahlen und Fakten transparent, wie die vorherrschende Corona-Epidemie das Business verändert hat.

Enorme Umsatzeinbrüche zu Beginn der Krise
Zu Beginn waren nur einzelne Märkte betroffen. Vor allem Italien mit der Marke Piratinviaggio.it und Spanien mit Viajerospiratas.es verzeichneten anfänglich die stärksten Umsatzeinbrüche. Doch die Pandemie rollte ungebremst weiter. Während der Corona-Hochphase hatte die HolidayPirates Group mit einem Minus von über 80 Prozent über alle zehn Märkte hinweg im Wochenvergleich zum Vorjahr zu kämpfen. Das gänzlich ohne Fremdkapital betriebene Unternehmen schaffte es jedoch, die User mit alternativen Angeboten zu inspirieren und die schwierige Zeit zu überstehen.

„Das Jahr 2020 bereitet der gesamten Tourismusindustrie große Probleme und hat bereits viele Unternehmen hart getroffen. Auch für die HolidayPirates Group wird dieses Jahr das herausforderndste der Firmengeschichte”, erklärt CEO David Armstrong. “Wir haben das Glück, in insgesamt zehn Märkten aktiv zu sein und sowohl Urlaub im eigenen Land, als beispielsweise auch Online-Erlebnisse anbieten zu können.

Unser Geschäftsmodell ist sehr flexibel, weshalb wir uns den geänderten Gegebenheiten schnell anpassen konnten. Nach und nach öffnen immer mehr Länder ihre Grenzen und lockern die Einreisebestimmungen – auch dafür bieten wir selbstverständlich nach wie vor die besten Reisedeals an. Der globale Traffic hatte zeitweise einen Rückgang von über 60 Prozent. Hier konnten wir uns allerdings fangenund haben bereits wieder 50 Prozent der Websessions des Vorjahresniveaus erreicht – im Juli ist die Tendenz weiter steigend.”

Auch die Kanaren, hier Lanzarote, sind stark betroffen
Auch die Kanaren, hier Lanzarote, sind stark betroffen  (c) Redaktion

Last-Minute Buchungen im Trend
Nun, einige Monate nach der akuten Phase, zieht es die Menschen in den Sommerurlaub. Die größtenteils aus Millennials bestehende User-Base, mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren, ist überwiegend spontan und flexibel. Die Reiseexperten der Urlaubspiraten publizieren Last Minute-Deals, die von den Usern stark gefragt sind. Vor allem Angebote, die eine Eigenanreise inkludieren, boomen – die Buchungen hierfür haben sich mehr als verdoppelt. Doch auch Pauschalreisen nehmen wieder Kurs auf – hier können die Urlaubspiraten einen großen Anstieg seit Beginn der Corona-Krise erkennen.

Sachsen statt Gambia
Unangefochtene Nummer eins bei Flugreisen ist Mallorca. Nach der Ankündigung der Grenzöffnungen hat sich die Lieblingsinsel der Deutschen ihren Spitzenplatz in den Buchungen schnell wieder zurückerobert. Vor allem in den letzten Wochen sehen die Urlaubspiraten einen enormen Anstieg von über 283 Prozent im Vergleich zum Beginn der Coronakrise im März.

Zugenommen hat auch der Anteil der Buchungen für die griechischen Inseln. Hier hat es sich vermutlich ausgezahlt, dass Griechenland eines der niedrigsten Infektionsgeschehen in Europa hatte und darüber hinaus sehr früh Termine und Bedingungen für die Öffnung kommuniziert hat. Anders sieht es jedoch bei den Allzeit-Lieblingen Hurghada und Antalya aus – die Reisewarnungen und die drohende Rückkehr-Quarantäne schrecken viele Touristen ab.

Viele Reisen werden hier auch proaktiv seitens der Veranstalter storniert. Ebenso ist die Nachfrage nach Fernzielen komplett eingebrochen. Während sich im letzten Sommer aufgrund guter Preise noch Gambia in den Top 5 der Urlaubspiraten-Flugziele behaupten konnte, gab es seit März keine einzige Buchung mehr dorthin. Die einzige Ausnahme bilden bei den Fernreisen langfristige Buchungen für 2021. Hier liegt Thailand im Buchungsinteresse vorn. Klarer Gewinner dieses Sommers ist dagegen der Alpenraum.

Insbesondere Unterkünfte in Österreich konnten durch gute Angebote viele Buchungen erzielen. Ende Juni gab es hier eine Steigerung von etwa 240 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus nehmen klassische einwöchige Reisen im Vergleich zum Vorjahr ab, fünftägige Trips legten hingegen zu. Dies ist vor allem auf die Eigenanreise zurückzuführen. Während bei Pauschalreisen nach wie vor sieben Tage das Maß der Dinge sind, verkürzen Touristen in Eigenanreise den Urlaub gerne auf fünf Tage.

Hoffnung trotz aller Schwierigkeiten
Die Urlaubspiraten bahnen sich den Weg durch den Sturm und werden gestärkt aus der Krise hervorgehen. Das Berliner Unternehmen mit knapp 200 Mitarbeitern ist zügig wieder auf einem guten Level angekommen. Die Internationalität und Flexibilität – beispielsweise durch eine breitere Produktpalette – haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen.

Die Reiseexperten sind stets transparent geblieben und boten nur Reisen und Produkte an, die bedenkenlos gebucht werden konnten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Auch die sich verändernden Prioritäten der Kunden, wie beispielsweise Stornierbarkeit, stehen seit Monaten im Fokus.

All diese Faktoren tragen entscheidend dazu bei, dass die Buchungen und somit der Umsatz der HolidayPirates Group wieder Fahrt aufnimmt. Das Unternehmen verringerte das Umsatzminus von etwa jeweils 80 Prozent im April und Mai auf knapp 65 Prozent im Juni. Seit Beginn der Coronakrise im März ist das eine deutlich positive Entwicklung, die Hoffnung für die Zukunft macht.

„Das Reisen ist und bleibt eine der größten Sehnsüchte der Menschen, aber ich bin überzeugt, dass die gesamte Branche sich durch diese Krise nachhaltig verändern wird. Eine Sache wird jedoch gleich bleiben: Die Urlaubspiraten werden immer da sein, um User auf die besten Reisedeals im Markt aufmerksam zu machen”, so Armstrong.

Foto / Quelle: Redaktion / Urlaubspiraten

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