Ist als Frau alleine auswandern eine gute Idee?
Es gibt Menschen, die planen ihre Zukunft in sauber sortierten Excel-Tabellen. Und es gibt Menschen wie Madeleine W. – Bloggerin, Kreativnomadin und Büchersuchti –, die irgendwann einfach losgehen, weil das Leben es ihr zuflüstert: „Mach’s einfach. Den Rest findest du unterwegs raus.“
Madeleine gehört zu denen, die nicht erst warten, bis alles sicher ist. Sie bricht lieber auf, wenn sich etwas eng anfühlt. Und genau so begann auch ihre Reise in ein Leben außerhalb Deutschlands – als Frau, alleine, ohne Plan B.
Von Deutschland in die Welt – und zwar ohne Sicherheitsnetz
Madeleine ging nicht, weil sie es sich leicht machte. Sie ging, weil sich in ihr etwas anstaute: Enge, Frust, Bürokratie, ein Ausbildungssystem, das eher bremste als motivierte. Der Gedanke, so weiterzumachen wie bisher, fühlte sich irgendwann schwerer an als der Gedanke, zu gehen.
Also packte sie ihre Neugier ein, eine Portion Mut, ein Buch von Paulo Coelho – und machte sich auf den Weg nach Mexiko. Von dort aus ging es weiter in die USA, nach Schweden und Österreich, immer dorthin, wo das Leben sich gerade richtig anfühlte. Über ihre Erlebnisse schreibt die Autorin auf ihrem Blog Unterwegs-in-der-Welt.de.
Dieser Blog war eigentlich gar nicht geplant. Madeleine wollte während ihrer ersten Reise einfach nur festhalten, wie alles passiert ist – wie sie ohne Plan, aber mit jeder Menge Neugier losgezogen ist. Aus ein paar Notizen wurde ein Blog, aus dem Blog eine Leidenschaft. Heute schreibt sie, um ihre Erlebnisse zu teilen, andere zu inspirieren – und zu zeigen, dass man nicht reich sein muss, um die Welt zu entdecken.

Lago Chapala in Mexiko / © SimplyWildeLLC
Alleine auswandern heißt lernen – manchmal auf die harte Tour
Die drei Jahre in Mexiko haben der Bloggerin ein paar wichtige Dinge beigebracht:
- nur weil auf dem Bus eine bestimmte Richtung steht, heißt das nicht, dass er dort auch wirklich hinfährt,
- dass man seine Kreditkarte besser nicht aus der Hand gibt,
- Treffen um 17 Uhr frühestens um 19 Uhr beginnen,
- und dass Englisch nicht überall eine rettende Sprache ist.
Und trotzdem – oder genau deshalb – hat sie dort gelernt, wie viel Mut in einem Menschen steckt, der allein unterwegs ist.
- Wie schnell man Kontakt zu Einheimischen bekommt.
- Wie viel Herzlichkeit einem begegnet.
- Wie sehr man sich selbst vertraut, wenn man irgendwo im Nirgendwo steht, den Bus verpasst hat und trotzdem irgendwie weiterkommt.
- Warum sie immer weiterzieht
Madeleine ist niemand, der irgendwo bleibt, nur weil es bequem wäre. Sie hat als Deutschlehrerin in Mexiko gearbeitet, als Husky-Trainerin in Schweden und als Reitlehrerin in Österreich – einfach, weil sie neugierig ist, wie sich das Leben in anderen Ländern und mit anderen Sitten anfühlt.
Zwischendurch hatte sie auch klassische 9-to-5-Jobs, die ihr aber immer wieder gezeigt haben, dass dies genau das ist, was sie nicht will.
Was sie anderen Frauen sagen möchte
Eine Nachricht für Frauen, die mit dem Gedanken spielen, alleine auszuwandern hat die Bloggerin auch noch:
- Erst das Land fühlen, schmecken, kennenlernen in allen Facetten – dann entscheiden.
- Vor Ort Arbeiten, um eine andere Perspektive über das Land zu bekommen.
- Respektiere und vor allem akzeptiere die Kultur des Landes!
Und zuletzt: weiterziehen, wenn es sich nicht gut anfühlt. Und für alle, die noch zweifeln: Vielleicht hilft das Motto der Bloggerin: „Einfach mal machen.“
Quelle / Fotos: unterwegs-in-der-welt.de
