Layering-Ideen für kühlere Tage, aber was ist das überhaupt?

Wenn die Temperaturen langsam sinken, machen sich Sommerkleid, Cropped-Top und Co. bereit für den Winterschlaf. Doch das heißt noch lange nicht, dass die Zeit der tristen Outfits gekommen ist. Layering heißt das Fashion-Zauberwort. Der Zwiebellook hält nicht nur wohlig-warm, sondern wird auch zum echten Eyecatcher – dank der richtigen Tipps.

Der Layering-Look ist nichts anderes als der klassische Lagen- oder Zwiebellook. Dabei werden mehrere Kleidungsstücke übereinander getragen. Und das sorgt dafür, dass einem auch bei kalten Temperaturen immer wunderbar warm ist.

Das Praktische: Wer doch irgendwann mal schwitzt, zieht einfach eine Lage aus. Dabei werden die Styles aber nicht beliebig übereinander angezogen. Stattdessen bleibt jedes einzelne Piece sichtbar und ist ein wichtiger Teil des Outfits.

Übrigens sollte man nicht zu viele Bestandteile kombinieren. Sonst kann es schnell überladen aussehen. Bei etwa fünf bis sechs Styles wirkt der Look hingegen harmonisch, gut durchdacht und modern.

Let’s mix: Das Zusammenspiel der Materialien

Ein moderner Layering-Style lebt von einem gekonnten Material-Mix-and-Match, bei dem verschiedene Texturen aufeinandertreffen. Dann wird die fließende Seidenbluse zum perfekten Partner für den grob gestrickten Wollpulli.

Und die derbe Lederweste erhält durch das floral gemusterte Kleid einen romantischen Twist. Ein Spitzen-Top wirkt perfekt unter dem Baumwollhemd und die Leinenhose muss dank Kombi mit dem warmen Kaschmirmantel nicht auf den nächsten Sommer warten.

Lang, kurz, dick, dünn

Nächste Stylingregel in puncto Layering-Look: Am besten wirkt das Outfit, wenn es aus Kleidungsstücken in verschiedenen Längen besteht. Schließlich soll sich kein Style hinter dem anderen verstecken. Außerdem ist es eine gute Idee, mit dem dünnsten Item zu starten und das dickste Kleidungsstück darüber zu tragen – Das ergibt harmonische Proportionen.

Dann blitzt das figurnahe Jerseykleid unter dem Oversized-Pulli hervor und eine gefütterte Strumpfhose und die kurze Steppjacke machen das Outfit perfekt. Der kuschelige Cardigan gesellt sich zur Hemdbluse und einer Chino – ergänzt durch einen locker geknoteten Wollmantel. Ein Body überzeugt im Duo mit Overshirt und wird durch eine Ledershorts über der Leggings komplett.

Frau mit Gitarre im Herbst

Gut vorbereitet für kühlere Tage / © pixabay.com – vikkibilan

Von monochrom bis Colourblocking: Layering in Trendfarben

Damit der Look harmonisch aussieht, sollten natürlich die Farben zusammenpassen. Dabei kann man etwa auf Kontraste setzen und den knallroten Pulli zur gelben Bluse kombinieren. Die restlichen Töne sollten sich bedeckt halten, damit das Outfit nicht zu unruhig wirkt. Auch bei Mustern sollte man aufpassen:

Zwei Muster können ein spannendes Zusammenspiel ergeben, während mehr Alloverprints zu viel des Guten sind. Toll sieht es aus, wenn jeder Style aus der gleichen Farbfamilie stammt – beispielsweise der tannengrüne Steppmantel, die grasgrüne Jacke und der mintfarbene Pullover.

Und wer es besonders edel mag, entscheidet sich für den monochromen Lagenlook, bei dem alle Kleidungsstücke in der gleichen Farbe gehalten sind. Wunderbar natürlich sehen etwa Bluse, Longweste und Parka in Beige aus – kombiniert zur Kombi aus sandfarbenem Midirock und hohen Stiefeln.

Accessoires machen aus dem Outfit einen Look

Was bei keinem Outfit fehlen darf? Die passenden Accessoires. Sie komplettieren den Look, können ein Statement setzen oder eine weite Silhouette betonen. Toll für den Herbst-Winter-Zwiebellook sind etwa lange, breite Schals geeignet, die als oberster Layer fungieren. Dazu beispielsweise zu einem knallpinken Schal greifen, wenn man ein Styling in gedeckten Tönen trägt.

So verleiht man der Kombi sofort für einen farbenfrohen Eyecatcher. Die passende Mütze sorgt für zusätzliche Wärme. Ein breiter Gürtel ist der perfekte Mitspieler für den weiten Cardigan oder Mantel und der geräumige Shopper harmoniert wunderbar mit weiten Fits und groben Materialien.

Übrigens: Auch Schmuck kann gelayert werden. Ketten in verschiedenen Längen tragen – mal mit Anhänger und mal ohne – oder auf Modelle zurückgreifen, die bereits Elemente in verschiedenen Längen enthält. Auch die Handgelenke können mit unterschiedlichen Armreifen betont werden.

Layering geht auch im Büro

Der Layering-Trend ist nicht nur für die Freizeit gemacht. Auch im Office geht der Zwiebellook – etwa mit einer langen Viskosebluse unter dem Pullunder und einem Oversized-Blazer. Die klassische Bundfaltenhose und Ankle Boots komplettieren das Styling.

Auch ein Rollkragenpullover unter einem lockeren Hemd ist eine tolle Idee und harmoniert zum Duo aus Midirock und Strumpfhose. Und auf dem Weg zum Büro ist der Trenchcoat das perfekte Match zu Blouson, Blazer und Shirt.

Quelle / Fotos: fashionpress.de / © pixabay.com